Bildung und Ausbildung

Entwicklungslabor für Poesie und Pragmatismus

Das Architekturstudium ist eine der jüngsten Studienrichtungen an der Kunstuniversität Linz. Erst 1989 ging es aus der damaligen Meisterklasse für Innenarchitektur hervor und nennt sich mittlerweile „Die Architektur“.


Ein Architekturbeirat, besetzt mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur, vernetzt „Die Architektur“ mit dem gesellschaftlichen Umfeld. Die Architektur ist offen für Arbeitskooperationen und wird von Firmen, Kommunen, sozialen und gesellschaftlichen Institutionen zur Zusammenarbeit eingeladen bzw. mit Studien beauftragt.

Die zukunftsweisenden Themen, Inhalte und Lehrenden machen diesen Studienort zu einem spannenden Brennpunkt der Architekturlehre in Österreich. In puncto Ökologie, solarem Bauen und modernem Holzbau nimmt Linz eine führende Rolle ein.

Institutionsgröße und Studierendenzahl (derzeit 102 Studierende) machen persönliche Auseinandersetzung und direkten Kontakt mit den Lehrenden in allen Studienphasen möglich. In den meisten Fällen kann auf individuelle Interessen und Fragen eingegangen werden.

Etwa 40% der Studieninhalte sind dem Projektunterricht – einem „Learning by doing“ – gewidmet. Die Studierenden arbeiten in Entwicklungslabors an ihren Projektentwürfen, wo alle Wissensbereiche zusammenfließen und in echter universitärer Grundlagen-, Forschungs- und Entwicklungsarbeit vernetzt werden. Über die Lehraufträge „Entwurfsgrundlagen –
Gesellschaft, Kunst und Technik“ wird auch außeruniversitäre, fachunspezifische Kompetenz in die Lehre einbezogen. Die Studierenden sollen dabei dem Umfeld ihrer Herkunft nicht entfremdet werden, sondern in der Lage sein, auf dieses nachhaltig einzuwirken.

Dem generellen Mangel an Persönlichkeitsbildung versucht die Architektur entgegenzuwirken. Um als ArchitektIn erfolgreich zu sein und „etwas zu bewegen“, haben Selbstmanagement, Organisationsgestaltung, Management und der Erwerb sozialer Kompetenzen zentrale Bedeutung.

Bei der Architekturausbildung geht es um eine Architektur, die „Leben gestaltet“ und sich nicht in die Nischen eines temporären Events verdrängen lässt. Hier besteht absoluter Bedarf, das Ausbildungssystem in Österreich neu zu gestalten, damit wieder vielbeschäftigte Persönlichkeiten ausgebildet werden, die auch adäquat honoriert werden!