Elemente einer gesamtheitlichen Baukultur

Ökologische Nachhaltigkeit

Vorarlberg – ein Sonderweg nachhaltiger Architektur?

  • Die Vorarlberger Architektinnen und Architekten haben bereits vor rund 40 Jahren begonnen, in Partnerschaft mit den BauherrInnen innovative Architektur zu planen. Es entstanden die ersten, schon damals relativ energieeffizienten Holzhäuser, kombiniert mit passiver Sonnenenergienutzung, Wintergärten und Sonnenkollektoren.
  • Weil Gebäude sehr langlebige Produkte sind, ist es notwendig, dass ökologisches und energieeffizientes Bauen und Sanieren entweder gefördert wird oder die direkten und indirekten negativen Auswirkungen „normaler“ Gebäude ökonomisiert werden. In der Vorarlberger Wohnbauförderung helfen 52 Maßnahmen, gegliedert in 5 Kategorien, ein Gebäude ökologisch zu bewerten: 1. Standort, 2. Gebäudehülle, 3. Energieträger, 4. Materialien und 5. Innenraum. Die Bewertung erfolgt anhand eines Punktesystems mit maximal 300 Punkten. Die Punktezahl bestimmt die Höhe der Förderung. Die höchste Förderung erhält ein Passivhaus mit den entsprechenden Punkten in den 5 Kategorien. Die Förderung erfolgt in Form eines zurückzuzahlenden, zinsgünstigen Kredits.
  • Der österreichweit für alle Gebäude ab 2007 notwendige Energieausweis ist ein erster Schritt, der Gebäudeausweis der konsequent zweite. Ein Gebäudeausweis zu den zuvor beschriebenen 5 Kategorien wird in Vorarlberg bei geförderten Wohnhäusern bereits ausgefertigt.


Eine Information über nachhaltiges Bauen auf dem gleichen Niveau und in gleicher Intensität wie für andere Produkte (d.h. Produktdeklaration der Inhaltsstoffe wie z.B. bei den Arznei- oder Lebensmitteln) ist notwendig und wird das Verhältnis von Angebot und Nachfrage nachhaltig positiv beeinflussen. Dazu wurde die Plattform „öbox“, eine kostenlose Datenbank mit ökologischen Bauprodukten entwickelt.