Raumordnung

Die Empfehlungen der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) für die künftige Raumentwicklung Österreichs ergeben sich aus dem „Österreichischen Raumentwicklungskonzept (ÖREK) 2001“. Dieses hat Leitbildfunktion und richtet sich als Orientierungsrahmen an all jene, die mit raumrelevanter Planung befasst sind. Seine Wirkung kann es nur dann entfalten, wenn es bei den AkteurInnen der österreichischen Raumordnungspolitik akzeptiert ist. Dieser Anspruch sollte durch den breit angelegten Erarbeitungsprozess erreicht werden. Das Prinzip der Prozessorientierung und Beteiligung ist auch eine der zentralen Empfehlungen des ÖREK für ein neues Planungsverständnis.

Als die sechs vorrangigen Themen der österreichischen Raumentwicklungspolitik am Beginn des 21. Jahrhunderts nennt das ÖREK:

  • Standort Österreich in Europa
  • Mobilität und Verkehr
  • Ressourcen nachhaltig nutzen
  • städtische Regionen
  • ländliche Regionen
  • äumlicher Ausgleich und soziale Integration


Für die Umsetzung der Anliegen und Zielsetzungen des Konzeptes wurden fünf Schwerpunkte hinsichtlich neuer Anforderungen an die Planung identifiziert:

  1. Planung betrifft alle: Sensibilisierung und Aktivierung der Bevölkerung für Planungsfragen als Schlüssel
  2. Planung: vom Produkt zum Prozess, Prozessorientierung gewinnt bei Planungsverfahren zunehmend an Bedeutung
  3. Aktivierung von Synergieeffekten durch Kooperation zwischen Gebietskörperschaften, Fachpolitiken, öffentlicher Hand und Privaten
  4. die Neuorientierung des Verhältnisses zwischen Ordnungs- und Entwicklungspolitik
  5. die verstärkte Betrachtung der Raumwirksamkeit von Sektorpolitiken im Bereich der Rechtsnormen, Planungen und Förderungen

Quelle

Österreichisches Raumentwicklungskonzept 2001, ÖROK-Schriftenreihe Nr. 163, Wien 2002