Volkswirtschaftliche Bedeutung der baukulturellen Qualifizierung

Der Bausektor ist mit 235.000 Beschäftigten Österreichs größter privater Auftraggeber. Es gibt kaum einen Bereich des täglichen Lebens, der nicht in irgendeiner Form mit Bauen und Architektur in Berührung steht.
Die heimischen Baumeister haben mit ihrer jahrhundertelangen Tradition die Baukultur unseres Landes geprägt. Ihre Meisterwerke geben dauerhaftes Zeugnis über die kreativen Kräfte sowie das kulturelle und soziale Umfeld ihrer Entstehungszeit.
Als Universalist hat der Baumeister/die Baumeisterin bis heute eine umfassende Baukompetenz auf den Gebieten der Planung, Berechnung, Leitung und Ausführung bewahrt. Baukultur ist auch Bauhandwerkskultur. Baugewerbe und Bauindustrie bilden im Jahresschnitt rund 3.500 Lehrlinge aus, die im trialen System (Betrieb – Lehrbauhof – Berufsschule) das notwendige Fachwissen erwerben, um die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Wirtschaft und die optimale Qualität zur Zufriedenheit der Auftraggeber zu sichern. Einen wichtigen Stellenwert nimmt die Kooperation mit und die Förderung von universitären Einrichtungen, Fachhochschulen, Bauakademien und sonstigen bauspezifischen Ausbildungsinstitutionen ein.

Als Interessenvertretung ist es uns ein vordringliches Anliegen, dass es nicht durch illegale Erwerbstätigkeit, Pfusch und Schwarzarbeit sowie sonstige unseriöse Geschäftspraktiken zur Schädigung von BauherrInnen und Wettbewerbsverzerrungen kommt.
Um all diese wichtigen Punkte umsetzen zu können und sowohl die notwendigen legistischen als auch fiskalischen Rahmenbedingungen zu gewährleisten, bedarf es auch der Bereitschaft und des Verantwortungsbewusstseins der zuständigen PolitikerInnen. Dies gilt es nicht zuletzt durch den Baukulturreport zu wecken und selbstbewusst einzufordern. Nicht umsonst heißt es:„Geht es der Bauwirtschaft gut, geht es auch Österreich gut!“